Johana Dohnal die Leitfigur der österreichischen Frauenpolitik ist tot.
Sie war eine große Vorkämpferin für Frauenrechte und bleibt in ihrem geradlinigen und kompromisslosen Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt für uns immer ein Vorbild.
Johanna Dohnal war in Österreich das, was in Deutschland Alice Schwarzer ist. Eine Institution. Ein Name, der zum Synonym wurde für Emanzipation und Frauenpolitik. Aber auch eine Leitfigur, die Anfeindungen ausgesetzt war, weil sie das infrage stellte, was zu lange nicht infrage gestellt wurde, weil es für eine Hälfte der Gesellschaft ziemlich praktisch war: Das Geschlechterverhältnis mit seiner systematischen Benachteiligung von Frauen.

Johanna Dohnal 3. von links
"Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine "weibliche Zukunft". Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn."
(Johanna Dohnal, Gastvortrag an der Technischen Universität Wien, WIT-Kolloquium 22. März 2004)