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Wähle ich einen geschlechts(un)typischen Beruf? Wonach orientiere ich mich...

Der Berufswunsch, die Berufswahl... tja, das sind oft ganz schwierige Themen für Jugendliche! Vor der Pubertät orientieren wir uns an unseren Eltern, danach steigt der Einfluss von Freunden.

Für Mädchen und Jungs die sich für geschlechtsUNtypische Berufe interessieren, gibt es einerseits kaum berufliche Vorbilder und andererseits werden diese auch wenig durch ihr Umfeld unterstützt.

In einer Grazer Studie wurden Schülerinnen und Schüler bezüglich ihrer beruflichen Interessen befragt und welche Berufe ihre Eltern oder Freunde ausüben oder anstreben. Silke Luttenberger (Institut für Psychologie der Uni Graz) sagt: "Schon beim Erheben der Daten ist uns immer wieder aufgefallen, dass da oft ein Mädchen sitzt, das Friseurin werden will, und die vier Mädchen daneben geben den gleichen Wunsch an". Ähnliches zeigt sich auch bei den Jungs - hier wollen ganze Gruppen z.B. KFZ-Techniker werden.

An wem orientieren sich die Schülerinnen und Schüler beim Berufsthema?

Laut Psychologin werden bei der Berufswahl hauptsächlich klassische Rollenbilder verfolgt. Auch die Statistik über die bestandenen Lehrabschlüsse im Jahr 2014 zeigt:

Mädchen: knapp 93% Friseurin, nicht mal 1% Maurerin oder Zimmerin.

Burschen hingegen streben vor allem handwerklich-technische Lehrberufe an, während etwa die Hälfte der Mädchen in Bereiche wie Einzelhandel und Büro drängen oder Friseurin werden.

Je mehr Unterstützung, desto mehr Mut!

Wer sind die Vorbilder und Rollenbilder für Jugendliche? In der Familie bzw. im weiteren Umfeld gibt es oft niemanden, der/die einen solchen Beruf ausübt, erklärte Luttenberger. Genau aus diesem Grund besteht meist die Gefahr, dass die Schülerinnen und Schüler wieder in klassische Berufslaufbahnen umschwenken. Je mehr Unterstützung vorhanden ist, desto eher trauen sie sich einen untypischen Beruf zu. Vor der Pubertät spielen die Eltern eine sehr wesentliche Rolle in der Vorbildwirkung zu. Ihre Rückmeldungen über die Stärken der Kinder seien prägend. Danach steigt auch in diesem Bereich der Einfluss gleichaltriger Gruppen oder der besten Freundinnen und Freunde.

Quelle: APA, DiePresse.com, 29.07.2015

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