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Pillen zur Leistungssteigerung oder Beruhigung

Kürzlich sorgten Bilder eines Minimarathons für Aufruhr, auf denen Eltern ihre völlig erschöpften und weinenden Kinder regelrecht über die Ziellinie schleiften. Hauptsache das Ziel erreichen, egal wie.

Noch besorgniserregender ist aber der Ehrgeiz von Eltern, denen auch für die Erlangung schulischer Ziele jedes Mittel recht ist und die ihren Kindern darum schon im Grundschulalter konzentrationssteigernde Medikamente verabreichen. Solche Medikamente gehören inzwischen auch an vielen Schulen zum Alltag von Kindern.

Aber die Einnahme von Medikamenten löst dauerhaft kein Lern- oder Lebensproblem. Vielen Mädchen und Jungen würde es schon helfen, wenn sie ausreichend freie Zeit hätten, in der sie selbst entscheiden, was sie tun oder lassen möchten. Die Schule sollte sich auch mehr auf die Bedürfnisse von jungen Menschen auszurichten.


Oft ist es aber so, dass es der immense Erwartungsdruck der Eltern ist, der Kinder stresst. Sie wollen gute Noten und ein „perfektes Kind“, das löst unglaublichen Druck aus. Gerade in der Pflichtschule, sind Heranwachsende noch in einem Alter, wo sie die Eltern nicht enttäuschen, sondern mit guten Leistungen glänzen wollten. Die Note Drei ist für viele Kindern eine Katastrophe, die Note führt zu Tränen und Verzweiflung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass jedes sechste Kind bereits unter massiven Stresssymptomen leidet, wie Studien belegen.

Für Eltern ist es deshalb wichtig, ihre Kinder in der Entwicklung einer gesunden und stabilen Persönlichkeitsstruktur zu unterstützen. Und ihnen vor allem freie, unverplante Zeit zu gönnen.

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