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Lust auf ein Gedankenexperiment?

Was ‚lernen’ nun Mädchen und Buben, wenn sie mit offenen Augen durch die Welt gehen, über das Frau-Sein und über das Mann-Sein?

Welche gesellschaftlich vorherrschenden Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit begegnen ihnen, können als Vor-Bilder dienen?

Stellen Sie sich vor, Sie kämen von einem anderen Planeten und würden das Leben auf der Erde untersuchen – und Sie würden damit zufällig in Österreich beginnen. Bald würden Sie bemerken, dass es nicht egal ist, ob Menschen als Mädchen oder Buben zur Welt kommen. Mädchen bekommen Puppen geschenkt, Buben Lastautos; Frauen benutzen eher bunte und Männer eher schwarze Regenschirme, um nur einige oberflächliche Unterschiedlichkeiten zu erwähnen.

Anhand Ihrer statistischen Analyse würden Sie noch ganz andere strikte Trennlinien zwischen den Geschlechtern feststellen. So gibt es zwar jede Menge Hausfrauen, aber (fast) keine Hausmänner.

Kinder werden zum größten Teil von ihren Müttern betreut und nicht von ihren Vätern. Damit im Zusammenhang dürfte stehen, dass weitaus mehr Männer als Frauen des Morgens die Haushalte verlassen, um einer so genannten „Erwerbsarbeit“ nachzugehen. Für diese bekommt man unmittelbar Einkommen, für die Arbeit daheim bekommt die Frau das Geld vom Ehemann.

Als Beobachterin oder Beobachter von einem fremden Stern würden Sie sich weiters darüber wundern, dass die männliche Spezies offensichtlich nicht mit einem Bügeleisen umgehen kann, während die weiblichen Menschen scheinbar keinen Wagenheber handhaben können. Andererseits sehen sie gerade – leichtbekleidete – Frauen auf Plakatwänden Autos bewerben. Überhaupt fällt Ihnen im öffentlichen Raum die unterschiedliche Präsenz von Frauen und Männern auf: Kaum finden sie eine berühmte Frau, der ein Denkmal gewidmet ist. Auch durch ihre Körperhaltung nehmen Männer mehr Raum ein – auf Parkbänken oder auf dem Sitzplatz in der U-Bahn.

Sie würden feststellen, dass die Menschen bestimmte Eigenschaften problemlos in männliche und weibliche einteilen könnten (rational, stark, dominant... – emotional, schwach, unterordnend...) und dass die männlich klassifizierten als die höherwertigen, als „die Norm“ eingeschätzt werden.

Traurig, aber wahr ...

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