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10 Gründe, warum SchülerInnen mit schlechten Noten im echten Leben erfolgreicher sind

Gute Noten bedeuten einen guten Abschluss. Ein guter Abschluss bedeutet einen Studienplatz an einer prestigeträchtigen Universität - das wiederum ist ein Garant für eine gut bezahlte Arbeit. Diese Geschichte erzählen uns Eltern, Lehrkräfte und alle anderen, die uns auf unserem Berufsweg so begleiten.


Aber stimmt das überhaupt?
Ein paar der erfolgreichsten Unternehmer unserer Zeit – darunter Bill Gates, Mark Zuckerberg und Steve Jobs – haben keinen Universitätsabschluss, und die Liste berühmter Schulabbrecher reicht von Albert Einstein über Elton John bis zu Tumblr-Gründer David Karp.
Dass diese bemerkenswerten Persönlichkeiten so erfolgreich sind oder waren, steht nicht im Wiederspruch zu ihren mittelmäßigen schulischen Leistungen.

Denn es gibt gute Gründe, warum gerade Nicht-MusterschülerInnen später die erfolgreicheren Menschen werden. Das hier sind 10 davon:

1. Sie sind kreativ
Der ehemalige Präsident der Harvard-Universität Larry Summers stellte 2011 klar, dass traditioneller akademischer Erfolg für ihn definitiv keine Garantie für eine großartige Karriere ist.
„In einer Welt, in der die Dinge, die Disziplin und Ausdauer erfordern, immer öfter von Computern gemacht werden, ist der traditionelle akademische Fokus auf Disziplin, Genauigkeit und Erfolg und Normalität wirklich das, was wir wollen?“, wird er von der Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" zitiert. Viel wichtiger sei Kreativität.
Ein gutes Gegenbeispiel sind laut Summers Bill Gates und Mark Zuckerberg, die auf seiner Elite-Universität eher durchschnittliche StudentInnen waren und beide ihr Studium abbrachen - und mit es mit viel Kreativität sehr weit brachten.

2. Sie haben eine dicke Haut
1er-SchülerInnen werden selbstverständlich immer gelobt. Gute Zeugnisse und ständige Schulterklopfer führen aber nicht unbedingt dazu, dass sie starke Persönlichkeiten werden.
Wer dagegen auch schon mal Dreien, Vieren und Fünfen mit nach Hause gebracht hat oder von seiner Lehrkraft nicht gemocht wurde, hat zwangsläufig gelernt, mit Kritik umzugehen. Das kann später im Job extrem wichtig sein.
Wie wichtig diese Eigenschaft ist, zeigte eine Umfrage, die die Psychologin Ilona Jerabek 2012 über die Platform Psychtest durchführte. Das Ergebnis: Eine dicke Haut und die Fähigkeit, aus konstruktiver Kritik zu lernen, haben „gewaltige Auswirkungen auf die Zufriedenheit und die Leistung im Beruf“.

3. Ihre Ideen sind massentauglich

Seine Lehrkräfte hätten bestimmt nicht gedacht, dass Richard Branson einmal über ein Vermögen von fast fünf Milliarden Dollar verfügen wird. Der heute steinreiche Gründer der Virgin-Unternehmensgruppe (u.a. gehört eine Airline dazu) litt nämlich unter Legasthenie und hatte unterdurchschnittliche Schulleistungen - bis er die Schule mit 16 Jahren abbrach.
Heute sagt Branson, dass er von seinen mentalen Schwächen profitiert. Sie helfen zum Beispiel bei der Entwicklung von massentauglicher Werbung. „Wir haben einen Test: Wenn Richard es versteht, kann jeder es verstehen“, zitiert CNN den Unternehmer.

4. Sie können Anweisungen geben
Eine weitere wichtige Fähigkeit, die Richard Branson durch seine eigenen Schwächen gelernt hat, ist das Weitergeben von Aufgaben. „Ich habe schnell Leute gefunden, die in Dingen, die ich nicht konnte, viel besser waren“, erklärt Branson.
Aufgaben delegieren zu können, sei vielleicht die wichtigste Eigenschaft guter Führungskräfte - und damit ein weiteres Merkmal, das für SchülerInnen mit schlechten Zensuren in der Chefetage spricht.

5. Sie entwickeln ihre eigenen Stärken weiter
Wer gut in Mathe oder Fremdsprachen ist, findet seine Erfüllung im Schulunterricht. Weniger gute Schüler haben aber oft Stärken, die nicht im Lehrplan vorkommen. Wenn es ihnen gelingt, diese weiterzuentwickeln, können sie viel erreichen.
So machte es zum Beispiel der Milliardär und Microsoft-Mitgründer Bill Gates. Er nutzte die Schulzeit hauptsächlich, um zu programmieren und hing im Computerraum ab. Schon mit 15 gründete er sein erstes Unternehmen.

6. Sie besitzen emotionale Intelligenz

Wer nicht die ganze Schulzeit mit Pauken verbringt und sich im Sommer auch mal selbst Hitzefrei verordnet, gewinnt viel wertvolle Freizeit. Dadurch kann man als SchülerIn auch außerhalb des Unterrichts viel über sich und andere lernen. Die sozialen und die emotionalen Kompetenzen, die diese SchülerInnen dadurch erwerben, zahlen sich später im Beruf aus.
Eine Studie, die 2014 erschien, ergab, dass Menschen mit guter emotionaler Intelligenz mit einem höheren Jahreseinkommen rechnen können.

7. Sie sind risikofreudig
SchülerInnen mit schlechten Noten zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie nicht gerne vorausplanen. Sie schreiben sich keine To-Do-Listen, wie sie MusterschülerInnen lieben, sondern erledigen die Dinge stattdessen auf den letzten Drücker. Das kann auch an ihrer Faulheit liegen, aber es spricht für eine gewisse Risikobereitschaft.
Diese Risikobereitschaft wird auch im Berufsleben gerne gesehen. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, heißt es nicht umsonst. Pamela Barnes, die Präsidentin der Gesundheits-NGO EngenderHealth sagte zum Beispiel: "Wenn wir nicht gewillt sind, raus zu gehen und uns dem Risiko auszusetzen, werden wir nie beruflichen Erfolg haben und unsere volles Potential realisieren.“


8. Sie sind keine übertriebenen Perfektionisten
Oft führen übertriebener Ehrgeiz und die Unfähigkeit, ein mittelmäßiges Ergebnis zu akzeptieren, zu den meisten Einsen in Schulzeugnissen. Jemanden, der auch mal schlechte Zensuren hat, ist dieser übertriebene Perfektionismus fremd. Und das ist gut so.
Perfektionismus kann mit psychologischen Problemen wie Angstzuständen, Depressionen, Selbstzweifeln und Entscheidungsunfähigkeit in Verbindung gebracht. Das ist nicht nur für den PerfektionistInnen selbst nicht schön, sondern auch der Albtraum jeder ArbeitgeberInnen.

9. Sie beherrschen logisches Denken

Gute Leistungen in der Schule haben nicht nur mit Intelligenz zu tun. Viele unterdurchschnittliche SchülerInnen können um acht Uhr morgens einfach noch nicht ihr Bestes geben - denn das entspricht nicht ihrem natürlichen Bio-Rhythmus.
Aber das ist kein Grund, sich zu beklagen. Eine spanische Studie wies LangschläferInnen zwar schlechtere Leistungen in der Schule nach, aber dafür die bessere Fähigkeit zu schlussfolgern – eine Qualität, die oft mit gut-bezahlten, hoch angesehenen Berufen in Verbindung gebracht werden kann.

10. Sie können Scheitern

Eine weitere Lektion, die man lernt, wenn man nicht immer nur Einsen schreibt: Wer hinfällt, kann auch wieder aufstehen. Jeder, der schon mal zu einer Nachprüfung aufschlagen musste, hat seinen früheren MitschülerInnenn, die immer nur Bestnoten hatten, eine Stehaufmännchen-Mentalität voraus.

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