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Schuldenfalle Handy

Als Weihnachtsgeschenk von der Oma oder als "Gratishandy" um wenige Cents. Ein Handy zu besitzen ist ein absolutes Muss bei der Jugend. Jederzeit erreichbar sein und immer und überall mit seinen beste FreundInnen "verbunden" zu sein, verführen zu einem sorglosen Umgang mit den Kosten.

Die vielfältige Nutzung des Handys mit teueren Mehrwertnummern für Klingeltöne, Witze, Logos, das stundenlange Gespräch mit der besten Freundin treibt die Kosten rasch in die Höhe. Besonders Mädchen neigen dazu, bei jeder Gelegenheit den besten Freundinnen mehrere SMS zu schreiben, so kann es leicht vorkommen, dass dann am Monatsende 300 SMS auf der Rechnung aufscheinen. An die Rechnung wird dabei überhaupt nicht gedacht.

Viele Jugendliche stehen bei ihrem Mobilfunkbetreiber schon tief in der Kreide. Im Jahr 2001 betrugen die Zahlungsrückstände bei den Handydienstleistern 445.000 Euro. Was auch daran liegt, dass die meisten Provider erst bei 1.800 Euro Schulden die Verbindung abdrehen.

Die Erwachsenen sind dabei selten ein Vorbild: In Österreich gelten 350.000 Haushalte als schwer verschuldet.

In Salzburg errechnete die Schuldnerberatung, dass jeder dritte Jugendliche verschuldet ist. Dementsprechend viele Besucher der Beratung sind Teenager. Ähnliches auch in den anderen Bundesländern zu verzeichnen.

Auch im Burgenland geraten immer mehr junge Menschen in irgendwelche Kostenfallen und haben Schulden.
Und auch die Handybetreiber wollen ihr Geld mit Zins und Zinseszins zurück.

Vertragshandys
Wenn Du Dir einen angemessenen, vernünftigen Umgang mit Geld und Telefon durchaus zutraust, spricht kaum etwas gegen die Nutzung eines „Vertrags-Handys“.
Aber entscheiden können dies nur deine Erziehungsberechtigten!
Wann darfst Du einen Vertrag selber abschließen?
Nur wer volljährig ist, darf einen Vertrag abschließen. Wenn Du also als Jugendliche unter 18 einen Handy-Vertrag unterschreibst, ist dieser grundsätzlich ungültig. Die Mobilfunkunternehmen können die Kosten, die durch einen solchen Vertrag anfallen, eigentlich auch nicht von Dir als Kunden einfordern. Doch viele Eltern wissen nicht, dass die Forderungen unberechtigt sind und zahlen einfach.

Die monatlichen Kosten sind um einiges kostengünstiger im Vergleich zu den wesentlich höheren Minutenpreisen von Wertkartenhandys.

Kartenhandys
Die Kosten sind im Vergleich zum Vertragshandy höher, das Guthaben, das abtelefoniert werden kann, ist jedoch vorher festgelegt. Die monatliche Grundgebühr entfällt.
Falls Du zu der großen Mehrheit gehörst, die mit den Finanzen noch nicht richtig umgehen kann, solltest du dir lieber ein Kartenhandy anschaffen.Du hast dann eine genaue Kontrolle über die Höhe deiner Telefonkosten.
Kostenfalle: Mailbox
Äußerst unangenehm kann sich die Mailbox auf der nächsten Handyrechnung nach längerer Abwesenheit oder Urlaub bemerkbar machen. Wirst Du nämlich angerufen und bist nicht erreichbar, fallen zuerst die Roaming-Gebühren für den Anruf ins Ausland an und danach gleich zusätzlich die Kosten für die Umleitung auf die Mailbox. Das kann bis zu 2,00 Euro/Minute kosten.
Und wenn das Handy nicht im Netz eingebucht ist, wird der letzte, bekannte Aufenthaltsort als Berechnungsgrundlage genommen. Steigst du also in New York in den Flieger und schaltest dein Handy aus, dann werden eingehende Anrufe nach New York und dann in deine Box geleitet. Wenn Du keine dringenden Anrufe erwartest, solltest Du die Mailbox während des Urlaubs komplett abschalten. Eine Alternative ist sowieso die Aktivierung der absoluten Rufumleitung: eingehenden Anrufe werden direkt auf die Mailbox weitergeleitet bevor überhaupt Roaming-Kosten anfallen können.

Aufgepasst: Von manchen Ländern aus kann man die Einstellungen der eigenen Mobilbox gar nicht verändern. Deshalb solltest Du das bereits vor Abreise in den wohlverdienten Urlaub tun!

Achtung 0900
Man bekommt einen Anruf und soll einen angeblichen Gewinn anfordern - unter einer Nummer. Hört sich nach Gratis-Dienst an, dahinter steckt wieder die teure 0900 Nummer. Also: Bei dubiosen Anrufen im Zweifel sofort auflegen und nie irgendwo zurückrufen. Achtung vor 0900: Der Betreiberdienst legt den Minutenpreis selbst fest. Der jeweilige Anbieter muss aber kostenlos über den Tarif informieren!
Die Ziffern nach der 0900 sollen erkennbar machen, welche Inhalte sich hinter der Rufnummer verbergen.
Die 0900-1 steht für Informationsdienste,
die 0900-3 für Unterhaltungsangebote.
Die 0900-5 für Sonstige Dienste.

Bei Problemen mit der Handyrechnung kannst du dich an die Arbeiterkammer Burgenland oder die SchulderInnenberatung wenden:

Dr. Raimund Brandl
Arbeiterkammer Burgenland
E-Mail: raimund_brandl@akbgld.at (MonA-Mail)
Tel: 02682/740-41
oder an
Nicole Radel
Arbeitrkammer Burgenland
E-Mail: nicole_radel@akbgld.at (MonA-Mail)
Tel: 02682/740-16

Schuldnerberatung Burgenland
Hartlsteig 2
7001 Eisenstadt
Tel 02682 6002150
Fax 02682 61884
post.schuldnerberatung@bgld.gv.at (MonA-Mail)
www.bgld.gv.at

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