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1. Dezember: Welt-Aids-Tag

Ein Tag der Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS und denen, die ihnen nahe stehen, aber auch ein Tag, an dem deutlich gemacht wird, dass für diese Menschen jeder Tag des Jahres ein AIDS-Tag ist.

Der Welt-AIDS-Tag dient auch dazu, - weltweit wie auch in Europa und Österreich – daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist.


Zahlen 2013

Laut Statistik des Gesundheitsministeriums wurden im Jahr 2012 bis Mitte November 19 Aids-Sterbefälle registriert (13 Männer und sechs Frauen), im Jahr 2011 starben noch 32 Menschen an Aids. Im Vergleich dazu gab es im Jahr 1994 insgesamt 196 Aids-Sterbefälle in Österreich, also mehr als sechs Mal so viele. Weil HIV-Patienten immer länger leben nimmt die Zahl der mit HIV lebenden Personen jährlich um mindestens 400 Betroffene zu.

Heterosexuelle* unterschätzen Risiko

Dieser Irrtum erweist sich oft als tödlich. Denn Heterosexuelle, nicht drogengebrauchende Menschen wissen lange nicht über ihre Infektion bescheid. Viele kommen bereits mit einer schweren Aids-Erkrankung zur ersten Untersuchung.
* bezeichnet die sexuelle Orientierung von Personen, die sexuelles Begehren ausschließlich gegenüber Angehörigen des anderen Geschlechts empfinden. Heterosexualität ist die meistverbreitete Form der Sexualität.

INFEKTION

Wie steckt man sich mit HIV an?
Im Rahmen einer Infektion muss eine infektiöse Körperflüssigkeit in den Körper eines anderen Menschen gelangen. Dies kann entweder durch frische, offene Wunden bzw. Injektionen oder auch über Schleimhäute - auch wenn diese intakt sind – (Mund-, Nasen-, Anal- & Vaginalschleimhaut), Eichel und Innenseite der Vorhaut sowie die Bindehaut der Augen erfolgen. Zu einer HIV-Übertragung kann es im Zuge eines Sexualkontakts (Vaginal-, Anal- und Oralverkehr) oder über Verabreichung von Blut oder Blutprodukten sowie den Gebrauch verunreinigter Spritzen (DrogengebraucherInnen) kommen.

Infektiöse Körperflüssigkeiten sind:

  • Blut (hoch)
  • Sperma (hoch)
  • Vaginalflüssigkeit (= Scheidenflüssigkeit) (niedrig)
  • Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (= Liquor cerebrospinalis) (hoch)
  • Muttermilch (niedrig)
  • Lusttropfen (= Präejakulat) (niedrig)

Im Rahmen einer Infektion muss eine infektiöse Körperflüssigkeit in den Körper eines anderen Menschen gelangen.

Was sind die häufigsten Infektionswege?

  • Ungeschützter Sexualverkehr - sowohl vaginal als auch anal - sind wie der ungeschützte Oralverkehr (hier allerdings nur für den/die aktive/n PartnerIn wenn Sperma oder Menstruationsblut in den Mund gelangt) ein Risiko.
  • Ein weiteres Risiko ist das sogenannte "needle-sharing" bei i.v.-DrogengebraucherInnen, also das gemeinsame Benutzen von Injektionsnadeln und Spritzen.
  • Das Risiko als HIV-positive Mutter ein HIV-infiziertes Kind zur Welt zu bringen oder dieses über die Muttermilch beim Stillen zu infizieren, liegt ohne den Einsatz entsprechender Maßnahmen bei ca. 25%. Durch die entsprechenden Maßnahmen kann das Risiko auf 0,1% gesenkt werden.
    Nadelstichverletzungen bei medizinischem Personal stellen nur ein sehr geringes Risiko dar (0,2 - 0,4%).
  • Eine Infektion kann über Blut oder Blutprodukte erfolgen. In Österreich sind zwar alle Blutkonserven getestet, aufgrund des diagnostischen Fensters liegt die Wahrscheinlichkeit, eine HIV-positive Blutkonserve zu erhalten allerdings bei ungefähr 1:1.500.000 - 1:3.000.000.

Frauen und HIV

In Österreich sind von den Infizierten zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. In den letzten Jahren stieg die Infektionsrate unter den Frauen, die ein normales Leben führen, an. Sie getrauen sich oft nicht, ihre Infektion öffentlich einzugestehen. Sie glauben meistens, dass sie mit ihren Problemen alleine fertig werden. Deshalb gibt es speziell für Frauen den Verein H.I.V., bei dem sie anonym Hilfe finden. Telefon: 0699-11403426

Aber auch so manches unerfahrene Mädchen glaubt, dass bei Sex ohne Kondom schon nichts passieren wird bzw. dass andere Verhütungsmittel (wie z.B. die Pille, ...) ebenfalls vor einer Ansteckung mit HIV schützen.

Umso wichtiger ist es, dass Frauen und Mädchen gut aufgeklärt, ermutigt und unterstützt werden, um ihre Gesundheit wirksam schützen zu können.
Frauen und Aids

Wenn ihr Fragen oder Probleme habt, könnt ihr euch auch gerne anonym an unser Helpdesk wenden: www.mona-net.at/helpdesk/ dort bekommt ihr von einer Psychologin oder Sozialpädagogin fachkundige Hilfe.

Allgemeine Informationen: Aidshilfe Österreich: www.aidshilfen.at/

und Aidshilfe Wien: www.aids.at

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