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Die Mädchen von Zimmer 28

Zehn ehemalige "Ghetto-Häftlinge" im Mädchenheim L 410 in Theresienstadt haben Dokumente für Ausstellung zusammengetragen.
Zwölf bis vierzehn Jahre alt waren die Mädchen, die von 1942 bis 1944 im Mädchenheim L 410 in Theresienstadt zusammenlebten; 30 Quadratmeter für dreißig Mädchen, das war Zimmer 28. Sie waren "Ghetto-Häftlinge", einige der etwa 140.000 Menschen, die durch das NS-Regime ausgegrenzt, verfolgt, beraubt, entrechtet und schließlich in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden.


Dort, im Mädchenheim L 410, trafen ihre Wege aufeinander. Als ab Juli 1943 die Kinderoper "Brundibár" geprobt wurde, waren auch Mädchen von Zimmer 28 dabei - Ela Stein als Katze, Maria Mühlstein als Spatz, Handa und Flaška (Anna Hanusová) sangen im Chor der Schulkinder.

Über Jahre hinweg haben zehn der Frauen gemeinsam mit der Kuratorin Hannelore Brenner-Wonschick Erinnerungen und Dokumente für eine Ausstellung zusammengetragen: Für "Die Mädchen von Zimmer 28, L 410, Theresienstadt". Sie wollen damit an die Freundinnen und an all jene erinnern, die im Holocaust ermordet wurden sowie das Engagement jener Erwachsenen in Theresienstadt würdigen, die alles dafür taten, um die Kinder vor der "Entwertung des Guten" (Fredy Hirsch) zu bewahren. Unter ihnen war auch die Wiener Architektin Friedl Dicker-Brandeis, die den Kindern Zeichenunterricht gab.


Die Ausstellung wurde bereits an über 60 Ausstellungsorten in verschiedenen Ländern gezeigt (2008 auch im Deutschen Bundestag), und ist nun zum ersten Mal in Wien zu sehen, und zwar im psychosozialen Zentrum Esra.

Infos: Room 28

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