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Freundinnen als Maßstab - bin ich zu dick?

Habe ich normales Körpergewicht? Bin ich zu dick? Sind die anderen viel dünner als ich? Genau mit diesen Fragen setzen sich Mädchen und junge Frauen ständig auseinander.

Eine Studie vom Children’s National Medical Center in Washington DC. besagt, dass Mädchen, die sich mit ihrer eigenen Figur auseinander setzen, sich sofort mit Gleichaltrigen vergleichen. Regelmäßige Gewichtskontrollen werden zum Thema. Was als Normalgewicht empfunden wird ist davon abhängig, was andere als normales Gewicht bezeichnen. Erst wenn das Normalgewicht durch die „Außenwelt“ definiert ist, beginnen junge Frauen und Mädchen ihren Körper damit zu vergleichen.

Bereits im Jugendalter können durch diese Vergleiche Essstörungen entstehen, die ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schäden mit sich bringen. Obwohl gleichaltrige Mädchen einen starken Einfluss auf die Gewichtskontrollstrategien haben können, ist bisher unklar, wie der Einfluss auf die Mädchen ausgeübt wird.

Untersuchung

Insgesamt 236 Mädchen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren wurden von zwei Wissenschaftlerinnen getestet. Dabei wurde hinterfragt, mit welcher Gruppe von gleichaltrigen jungen Frauen sie sich identifizieren. Weiters wurde untersucht, welche Bedenken die Mädchen wegen ihres Körpergewichtes hatten. Darüber hinaus fand eine Befragung statt, bei der die Testpersonen ihre Wahrnehmung der Gewichtsprobleme von anderen Gleichaltrigen sowie ihr eigenes Gewichtskontrollverhalten angeben sollten.

Ergebnis der Untersuchung

Die beiden Wissenschaftlerinnen kamen dabei zu dem Ergebnis, dass zwischen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe und dem Gewichtskontrollverhalten der Mädchen ein komplexer Zusammenhang besteht. Besonders häufig bestand ein Zusammenhang zwischen der Gruppe, mit der sich die Mädchen identifizierten und der Art der Gewichtsüberprüfung.

Wenige Sportlerinnen, viele Einzelgängerinnen betroffen

Mädchen, die sich mit gleichaltrigen Sportlerinnen verglichen, waren weniger um ihr Gewicht besorgt. Diese Mädchen sind nicht so sehr auf die Kontrolle ihres Gewichtes konzentriert. Im Gegensatz dazu sind Mädchen, die sich mit alternativen Gleichaltrigen identifizierten, eher um ihr Gewicht und ihr Aussehen besorgt und versuchten aktiv abzunehmen und ihr Gewicht zu verlieren. Hingegen waren Mädchen, die sich mit anderen jungen Frauen identifizierten, welche die Schule abbrechen oder häufig in Schwierigkeiten geraten, davon überzeugt, dass Schlanksein und Diäten bei ihren Gleichaltrigen einen hohen Stellenwert hätten. Mädchen, die keiner bestimmten Gruppe angehörten, waren am ehesten anfällig für übermäßige Gewichtskontrollen und Schlankheitskuren.

Genau diese Ergebnisse müssen endlich erkannt und realisiert werden, um Auswirkungen auf die Vorbeuge- und Interventionsprogramme in Schulen zu haben und mehr Mädchen von Essstörungen zu bewahren bzw. sie in dieser Situation zu unterstützen.

(Vgl. dieStandard.at)

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