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Barbie up yourself


Rosa Traum oder Kitsch?

Wer kennt nicht „Barbie“ und ihre rosa Glitzerwelt? Generationen von Mädchen wurden damit beschenkt um in die „rosa Schweinwelt“ abtauchen zu können.
In Deutschland besitzt zum Beispiel durchschnittlich jedes Mädchen 7 Barbies.

Die Firma „Mattel“ wurde 1945 gegründet und seit 1959 gibt es die „Mattel-Puppe“ gestaltet nach dem Vorbild „Lili“ einer Comic-Figur.

Seit Jahrzehnten ist Barbie immer im neuen Design entsprechend den aktuellen Modetrends zu kaufen. Eine Puppe mit dem Schwerpunkt Aussehen und Kleidung aber nicht zum Kuscheln gemacht.

Wie viel Zuspruch Barbie wirklich findet bzw. gefunden hat ist oft umstritten.

Das „Barbie-Dreamhouse“ welches Mitte Mai 2013 in Berlin seine Pforten öffnete, schloss nach kürzester Zeit wieder.

Viele Mädchen und Frauen fühlen sich von Barbies makellosem Aussehen unter Druck gesetzt.

Ihr perfektes Erscheinungsbild und ihre Proportionen lösen immer wieder die Diskussion aus, ob Barbie sich nicht eher an ein männliches Wunschdenken der Traumfrau als an weiblichen Vorstellungen orientiert.
Bei den jungen Mädchen und Frauen wird vermutet, dass Barbies Erscheinungsbild das Selbstbewusstsein der Mädchen eher mindert als stärkt. Mädchen sollen jedoch lernen sich selbst so zu lieben und annehmen zu können wie sie sind und nicht durch vorgegebene Modelmaße ihr Selbstbewusstsein verunsichern zu lassen!

Mittlerweile wurde nach Barbie sogar ein psychisches Krankheitsbild, das so genannte „Barbie Syndrom“ benannt. Die betroffenen Mädchen und Frauen versuchen dabei zwanghaft und mit allen Mitteln wie bspw. Diäten, Hautbleichung, Haarverlängerung, Make-up, Operationen etc. an das Aussehen von Barbie heran zu kommen.

Gefördert wird das Produkt aber auch das Rollenklischeedenken durch das viele Marketing
wie bspw. Werbeeinschaltungen, „Barbie up yourself“ Abteilungen in Kaufhäusern, „Barbie-Ständen“ an diversen Veranstaltungen, Barbie-Zeitschriften, Barbie-Filmen,...

Werbekampagnen, bei welchen die kleinen Mädchen die Barbies schminken, ankleiden, frisieren und ihnen die Haare färben dürfen oder sich selbst als Barbie gestalten sollen sind oft gegeben.

Belohnt werden die eigens dafür geschaffenen „rosa Plätze“ in den Kaufhäusern und Spielzeuggeschäften oft mit gähnender Leere, welche einzig durch einen großen rosa Bildschirm und lauter, dröhnender Musik befüllt wird. Die angesprochene Zielgruppe bleibt aus.

Bei Kinderfesten oder anderen öffentlichen Veranstaltungen ist häufig eine räumliche Trennung zwischen den Geschlechtern gegeben und die Kinder werden mit dem vorhandenen Angebot auf Rollenklischees begrenzt.
Während die Jungs auf ihren Ständen ihre Kreativität mit einem vielfältigen Angebot an Bau- , Bastel- und Technikmaterialien ausleben, erfinden und konstruieren können, werden die Mädchen am „Barbie“-Stand auf Schminken, Ankleiden, Haare färben und Frisieren beschränkt ... von der Umsetzung an eigenen Ideen und Neugestaltung fehlt es durch die große Vorgabe an jeglichen Möglichkeiten.

Die Begeisterung der Mädchen ist oft nur von kurzer Dauer. Nach einmal umziehen und zweimal frisieren verschwinden sie gelangweilt bis frustriert wieder aus der rosa Welt. Die Burschen können sich im Gegensatz dazu oft stundenlang ihrem Erfindergeist hingeben da ihr Angebot eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Auch die eigene „Barbie-Welt“ zu Hause ist nicht „ real perfect“. Jedes Mädchen bzw. jede Frau kennt das Dilemma, dass die Barbies oft nur unter großen Schwierigkeiten angezogen werden können. Für die meisten Kinder ist ohne Hilfe von Erwachsenen das Umkleiden und Ankleiden nicht möglich.
Wie am realen Laufsteg werden die Puppen in enge figurbetonte Kleider gepresst wo mädchen/frau nur hoffen kann, dass der Stoff und der Verschluss die Strapaze auch aushalten.

Aufgrund ihrer Proportionen wäre es Barbie im realen Leben nicht möglich gewesen aufrecht zu stehen geschweige denn sich weiter zu bewegen.

Auch das Spielen ist sehr eingeschränkt mit einer Puppe, die nicht mal alleine stehen kann.

Das Zubehör ist auf Barbies Aussehen und Glitzerwelt beschränkt und es gibt leider auch keine Alternativen für Mädchen welche gerne mit Barbie Abenteuer erleben, bauen und erkunden wollen.

Vermisst werden im Prinzip schon seit Jahrzehnten Barbies mit interessanten Berufen, einer „normalen“ Figur und Kleidung und Utensilien abseits von Rosa und Glitzer.

Quellen:
de.wikipedia.org/wiki/Barbie
www.wasistwas.de/sport-kultur/die-themen/artik...cle/barbie-wird-50.html
www.spiegel.de/fotostrecke/barbie-dreamhouse-b...-fotostrecke-96594.html

Autorin: Mag.a Angelika Gossmann, 3.3.2014

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