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Piercings & Tattoos

Von den meisten Eltern eher skeptisch betrachtet, von den Jugendlichen heiß begehrt.

Seit Tattoos und Body Piercing bei den Stars der Musik- und Filmszene „In“ sind und sich auch Sportgrößen immer öfter mit „Körperschmuck“ zeigen, erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit.

Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass diese Eingriffe auf den Körper nicht ganz ungefährlich sind.

Warum möchte ich ein Piercing oder ein Tattoo?

Hast du dir schon überlegt, warum du dich überhaupt piercen bzw. tätovieren lassen willst?

Ist es nur, weil alle deine Freundinnen es ebenfalls tun?
Oder möchtest du jemanden besonders imponieren?
Ist es eine Protesthandlung gegen die Welt der Erwachsenen?

Für viele Menschen ist ein Tattoo noch immer ein Zeichen für Unterwelt und Gefängnismilieu.

Nur wenn du es wirklich selber willst und dir auch über die späteren Konsequenzen im Klaren bist, solltest du eine Piercing oder ein Tattoo machen lassen.

Piercings wachsen normalerweise schnell wieder zu und es bleiben kaum sichtbare Narben, aber Tattoos sind meist für die Ewigkeit gemacht.
Bedenke, dass deine Haut in 40 Jahren nicht mehr ganz glatt und frisch ist, dein Motiv vielleicht nicht mehr „In“ und leicht verblasst.
Außerdem sieht ein kleines Teufelchen am Knöchel einer 55-jährigen vielleicht doch nicht so trendy aus.

Tattoos zu entfernen ist schmerzhaft, teuer und es bleiben Narben zurück.

Ganz wichtig

Das Tätowieren ist nur für Personen über 18 Jahre erlaubt. Wenn du noch nicht 14 Jahre alt bist, brauchst du für ein Piercing die Zustimmung deiner Eltern. Bist du älter als 14 Jahre, müssen deine Eltern nur dann zustimmen, wenn zu erwarten ist, dass die gepiercte Stelle nicht
innerhalb von 24 Tagen heilt.

Vor dem Piercing musst du - und erforderlichenfalls auch dein Erziehungsberechtigter - über die sachgerechte Nachbehandlung und mögliche Risiken, wie Allergien, Entzündungen und Narbenbildung, informiert werden. Nach einem Nabelpiercing ist eine Laparoskopie nicht
mehr möglich. Bei der Laparoskopie wird über den Nabel ein Teleskop zur Untersuchung oder Operation in den Bauchraum eingeführt, ohne dass ein Bauchschnitt notwendig ist.
Über das Informationsgespräch ist eine schriftliche Bestätigung erforderlich.

Was du unbedingt beachten solltest

Mache keine Selbstversuche, weder du noch eine deiner Freundinnen dürfen und können so einen „Eingriff“ selber ausführen. Piercings oder Tattoos sind, wenn sie unprofessionell ausgeführt werden, nicht ungefährlich. Wende dich an ein professionelles Studio mit gutem Ruf.

Beachte folgende Dinge

  • Das Studio sollte sauber und steril sein.
  • In den Räumen sollte nicht geraucht werden.
  • Du solltest unaufgefordert über Risiken und Folgen informiert werden.
  • Dein Piercer oder Tätovierer sollte dich über Allergien oder deinen Gesundheitszustand befragen.
  • Sämtliche Geräte/Nadeln müssen in einem Sterilisiergerät sterilisiert werden.
  • Beim tätowieren und piercen müssen Handschuhe getragen werden.
  • Einmalgeräte, z. B. sterile Nadeln, dürfen wirklich nur einmal benutzt und dann in gesicherten Behältern entsorgt werden.
  • Tattoonadeln dürfen nicht direkt in die Farbflasche eingetaucht werden.
  • Beim Piercing auf nicht zersetzbare Materialien achten.
  • Keine Pistole beim Piercing, diese kann nicht ausreichend sterilisiert werden.
  • Eingebrachter Schmuck sollte nur aus nicht zersetzbaren Materialien bestehen, z. B. chirurgischer Stahl oder Titan.

Nachbehandlung:

Wenn ein Tattoo oder ein Piercing vollendet ist, ist es lange noch nicht fertig. Jeder Piercer oder Tätowierer gibt nach Fertigstellung seiner Arbeit einen Handzettel aus, welcher über die Pflege und Nachbehandlung des Piercings oder des Tattoos informiert.

Im eigenen Interesse sollte man sich daran halten, denn die Qualität des Tattoos hängt sehr von dessen Nachbehandlung ab.

Bei allen außenliegenden Piercings (Brust, Bauchnabel, Intim usw.):

  • Nicht zu viel und zu "scharf " pflegen (kein Isoziet, kein H2O2, usw.)!
  • Den Selbstheilungsprozess so gut wie möglich unterstützen!
  • Am besten mit Kamillosan Tropfen (100ml - in jeder Apotheke erhältlich)
  • Nur Schmuck aus hochwertigen Materialien verwenden: Titan, Gold 18K, Niob und Chirurgenstahl!
  • Bei allen außenliegenden Piercings keine Wannenbäder am Anfang.

Bei Piercings im Mundbereich:

  • Keine Milchprodukte und kein Oralsex, da dies zu Entzündungen und Schwellungen führt!
  • Kein Alkohol und Nikotin in den ersten 10 Tagen!
  • Nach dem Essen immer zuerst mit Wasser spülen um die Speisereste zu entfernen, dann mit Beta Isodona Mundantiseptikum (verdünnt) spülen.
  • 3x pro Tag mit Beta Isodona Mundantiseptikum (verdünnt) spülen.
  • Nicht zu oft mit Beta spülen, da man sonst die natürliche Mundflora zerstört.

Bei Bauchnabel:

  • Pflaster die ersten 10 Tage unbedingt drauf lassen.
  • Keine Wannenbäder
  • Kein Solarium
  • Kein Chlorwasser
  • Meerwasser ist OK
  • Wem das Piercing trotz aller Pflege nicht abheilt, der sollte es eine Zeit mit einem Niobring der Stärke 1,6 mm und Innendurchmesser 16mm probieren.
  • Wächst das Piercing trotzdem immer weiter raus - solltest ihr es rechtzeitig rausgeben, da euch sonst eine häßliche Narbe bleibt.

Risiken beim Tätowieren

Unsachgemäßes Arbeiten kann schwerwiegende Folgen haben. Tätowieren birgt die Gefahr einer Infektion mit AIDS, Hepatitis B und C und Tetanus. Wundinfektionen, Kontaktdermatitis, Allergien und Vernarbungen sind möglich. Ohne eine sorgfältige Reinigung und Pflege des neuen Tattoos besteht ein ständiges Risiko für eine Wundinfektion. Abstoßungsreaktionen des Körpers können auftreten. Besteht eine Übersensitivität auf einen der Bestandteile, die während des tätowierend in die Haut eingebracht werden, kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen.

Risiken beim Piercen

Beim Piercing sind die gesundheitlichen Risiken je nach Körperregion sehr verschieden.

Ohrknorpelpiercing heilt nicht so schnell, wie Ohrläppchenpiercing. Der Grund liegt in der unterschiedlichen Art des Gewebes. Auch der Druck auf das Ohr ist während des Schlafes beim Ohrknorpel stärker, als beim Ohrläppchen.

Die Zunge schwillt schnell an. Beim Zungenpiercing tritt häufig eine stärkere Schwellung auf. Dafür ist die Heilzeit relativ gering. Ursache dafür ist die starke Durchblutung der Zunge.

Probleme beim Stillen von Babys. Brustwarzenpiercing kann milchproduzierende Gänge durchstoßen. Das kann später zu Infektionen oder Problemen beim Stillen von Babys führen.

Bauchnabel ist schnell entzündet. Nabelpiercing infiziert und entzündet sich schnell, weil zu enge Kleidung eine ausreichende Luftzirkulation nicht zuläßt.
Am Bauchnabel sammelt sich auch schnell Feuchtigkeit. Ein idealer Nährboden für Bakterien.

Piercen nur mit geeignetem Schmuck. Oft treten auch Probleme bei der Heilung auf, weil der gewählte Schmuck sich eigentlich nicht für das entsprechende Piercing eignet.
Wenn der Schmuck zu dünn oder zu schwer ist, wird er vom Körper eher abgestoßen.

Der Körper reagiert dann genau so, als hätte man sich z. B. einen Splitter in den Finger gestoßen. Die Stelle entzündet sich und bildet Eiter. Hat der gewählte Piercingschmuck einen zu kleinen Durchmesser, so kann er die Blutversorgung unterbrechen und Ursache für Schwellungen und Schmerzen sein.

Wer sich völlig schmerzfrei und risikolos tätovieren lassen will, sollte zu Henna Tattoos greifen, diese halten bis zu 2 Wochen.

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