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Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Ca. 1/5 aller Kinder und Jugendlichen zeigen psychische Auffälligkeiten.
Ein Teil von ihnen benötigt psychologische und/oder psychiatrische Hilfe in Form von psychologischer Behandlung, Psychotherapie und medikamentöser Behandlung.

Die meisten unter ihnen sind von Burn-Out, Depressionen, Substanzmissbrauch, (Alkohol, Medikamente, Drogen), Schlafstörungen, Selbstverletzendem Verhalten und Essstörungen betroffen.
Als Gründe dafür werden
zunehmender Leistungsdruck und
fehlender familiärer Rückhalt genannt.

Die heutigen Kinder und Jugendlichen sind einem großen Druck im Bildungssystem ausgesetzt. Besonders in den Allgemein Bildenden und Berufsbildenden Höheren Schulen wird sehr viel Leistung von den Jugendlichen abverlangt. Freizeit und Phasen der Erholung werden dadurch immer weniger.
Viele Betroffene berichten davon die schulischen Anforderungen nicht mehr bewältigen zu können.
Sätze wie „Ich lerne Tag und Nacht aber trotzdem schaffe ich keine positiven Noten“,„Lernen ist meine einzige Tagesbeschäftigung, da bleibt keine Zeit mehr für Hobbys und Interessen“ sind keine Seltenheit.
Wenn diese Jugendlichen dann aufgrund von Trennung und/oder Scheidung der Eltern sowie durch Überforderung der Eltern seitens ihres Alleinerzieher-Daseins, Arbeit & Haushalt noch zusätzliche Aufgaben wie Haushalt, Einkauf und Obsorge kleinerer Geschwister übernehmen müssen, kommen sie schnell in eine Überforderung.
Bei zuviel Druck und zu wenig Auszeit geraten die Kinder und Jugendlichen nach einer bestimmten Zeit in eine Abwärts-Spirale – Je mehr sie versuchen alles zu schaffen, desto weniger gelingt es ihnen.
Irgendwann erreichen sie den Punkt, wo sie keine Energie mehr haben und nicht mehr weiter können. An diesem Punkt beginnt oft die Depression und die Jugendlichen können sich nur schwer dazu aufraffen ihren normalen Alltag wie die Schule und Ausbildung zu bewältigen. Die ersten Anzeichen sind Soziale Isolation und Innerer Rückzug.
Ein Teil von ihnen versucht sich mithilfe von Suchtmitteln aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Ein anderer Teil kompensiert den Kontrollverlust mit Essstörungen wie Bulimie und Anorexie um auf diesem Weg das Gefühl der Kontrolle leben zu können.
Andere unter ihnen versuchen diesen Druck über Selbstverletzendes Verhalten abzubauen und „sich wieder zu spüren“.
Wichtig wäre in allen Fällen rechtzeitig die Notbremse zu ziehen und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Jugendlichen benötigen Unterstützung und Entlastung von außen entweder durch ihre Eltern oder durch professionelle Beratung und Behandlung!

Psychische Erkrankungen kommen nicht von heute auf morgen sondern es gibt in den meisten Fällen schon vorher bestimmte Anzeichen wie

• Konzentrationsschwierigkeiten
• andauernde Müdigkeit oder Hyperaktivität
• Ängste
• Schlafstörungen
• Gefühle von Kontrollverlust
• Aussagen die auf Überforderung hindeuten, wie „Ich kann nicht mehr“, „Ich schaffe das nicht“,...
• Veränderungen im Appetit (Appetitverlust oder gesteigerter Appetit)
• Stimmungsschwankungen (vor allem Stimmungstiefs)
• Aggressives Verhalten
• Selbstverletzendes Verhalten
• Auffälligkeiten im Sprachverhalten (Schweigen, Stottern, ...)
• Somatisierungsstörungen (körperliche Beschwerden ohne organische Ursachen)
• Tic-Störungen (Augenblinzeln, Tourrette Syndrom,...) Quelle:

Wenn mehrere Symptome über einen bestimmten Zeitraum auftreten sollte reagiert werden! Je früher darauf reagiert wird umso besser!

Mithilfe von psychologischer Abklärung, Beratung, Behandlung bzw. Therapie kann den Kindern und Jugendlichen gut geholfen werden wieder aus dieser Spirale hinaus zu kommen.

Besonders wichtig wäre Entlastung, Entschleunigung und Unterstützung. Die Kinder und Jugendlichen brauchen mehr Zeit für sich und speziell Auszeiten, wo sie sich ausruhen, mit ihren Interessen und Vorlieben befassen und vor allem wieder zu sich finden können.

Falls einer oder mehrere Punkte auf euch zutreffen sollten oder ihr stark belastet seid, könnt ihr euch jederzeit an unseren Helpdesk wenden www.mona-net.at/helpdesk

© Mag.a Angelika Gossmann,
Klinische- und Gesundheitspsychologin,
Kinder- Jugendliche- und Familienpsychologin

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