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Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt

Das ist die 10. Aussendung der AÖF-Bewusstseinskampagne anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Frauenhausbewegung in Österreich. Im Laufe des Jahres folgen weitere 30 kompakte Informationen zum Thema Geschichte und Bedeutung der Frauenhäuser und Gewaltschutz in Österreich.

Wissen Sie …

… dass Österreich vor fünf Jahren die Istanbul-Konvention, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, ratifiziert hat?

Österreich hat sich damit verpflichtet, jede in Österreich lebende gewaltbetroffene Frau zu unterstützen und ihr und ihren Kindern einen sicheren und geschützten Platz zu gewährleisten.

Im Mai 2011 wurde das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von

Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt in Istanbul beschlossen, welches am 1. August 2014 in Kraft trat. Die sogenannte Istanbul-Konvention ist das derzeit wichtigste Rechtsinstrument gegen Gewalt an Frauen in Europa: Sie schafft verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt. Dafür sieht sie umfassende Maßnahmen in den Bereichen Prävention, Betreuung und Hilfe, Rechtsschutz und (zivil- und strafrechtliche) Verfahren vor. Österreich hat die Istanbul-Konvention im Jahr 2013 ratifiziert und sich damit verpflichtet, die in der Konvention genannten Maßnahmen in der Praxis umzusetzen und alles zu tun um Gewalt an Frauen zu verhindern und Opfer von Gewalt umfassend zu schützen und zu unterstützen. Das Übereinkommen stellt einen neuen Handlungsauftrag für die österreichische Regierung dar.

Artikel 23 der Istanbul-Konvention fordert Österreich auf, die Frauenhäuser sowohl gesetzlich als auch finanziell gut und langfristig abzusichern, den Zugang für gewaltbetroffene Frauen und Kinder zu erleichtern und genügend Plätze und sichere Unterkünfte zur Verfügung zu stellen.

Davon sind wir noch weit entfernt und wir fordern daher die Regierung auf, die Istanbul-Konvention umgehend umzusetzen. Wir benötigen neben fehlenden Plätzen vor allem eine rechtsverbindliche finanzielle Absicherung der bestehenden Frauenhausplätze und eine bundesländerübergreifende Aufnahme von betroffenen Frauen und Kindern – besonders für jene, die sehr gefährdet sind, sollte dies möglichst rasch und unbürokratisch ermöglicht werden.

Weitere wichtige Forderungen der Istanbul-Konvention sind:

Ø Förderung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen

Ø Multi-institutionelle Zusammenarbeit bei Gewalt in der Familie

Ø regelmäßige Kampagnen um das Bewusstsein der Gesamtbevölkerung hinsichtlich des Themas Gewalt an Frauen zu erhöhen

Ø verpflichtende Aus- und Fortbildungen für spezifische Berufsfelder, wie z.B. Justiz, Strafverfolgung und Rechtsprechung sowie Gesundheit, Sozialarbeit und Bildung

Ø Programme zu opferschutzorientierter Täterarbeit

Mehr Informationen und Downloads zur Istanbul-Konvention finden Sie hier.

Aktuelle Informationen über die Aktivitäten des Vereins AÖF finden Sie auf www.aoef.at

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