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Christine Nöstlinger - Die Mutter von Rosa Riedl, Mini, Franz und vielen anderen tollen Charaktären

Christine Nöstlinger ist aus der heimischen Bücherwelt in der Kinder- und Jugendliteratur nicht wegzudenken. Sie hat mit ihren vielen Büchern und Geschichten für immer einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Geboren wurde sie am 13. Oktober 1936 in Wien-Hernals wo sie die darauf folgenden Jahre in den Zeiten des Nationalsozialsmus aufwuchs.
Ihre Kindheit hat sie in dem Buch "Maikäfer flieg", erst kürzlich verfilmt, 1973 geschrieben und aufgearbeitet.

Sie selbst beschrieb sich als wildes und freches, sogar wütendes Kind welches eine eigene Meinung vertrat und auch gegen Missstände aufbegehrte. Zu ihrem Vater, einem Uhrmacher hatte sie eine sehr gute Beziehung, die Beziehung zu ihrer Mutter, einer Erzieherin im Kindergarten, die sich früh pensionieren ließ, war eher kompliziert.
In der damaligen Zeit zählten ihre Schwester und Christine zu den wenigen und vielleicht einzigen Kindern, die keine "Watschn" und andere körperliche Strafmaßnahmen bekamen.

Christine Nöstlinger hat zwei Töchter, Barbara aus erster Ehe (Mediengestalterin und Kinderbuchillustratorin) und Christiane aus zweiter Ehe (selbst nebenberufliche Kinderbuchillustratorin).

Zur ihren bedeutensten Büchern zählen zum Beispiel:

Die feuerrote Friederike, 1970
Wir pfeifen auf den Gurkenkönig, 1972
Maikäfer flieg! 1973 (autobiografisch, spielt gegen Ende des Zweiten
Weltkriegs)
Iba de gaunz oaman Kinda, 1974
Der liebe Herr Teufel, 1975
Rosa Riedl Schutzgespenst, 1979
Liebe Freunde und Kollegen! Briefe von Dschi Dsche-i Dschunior, 1979
Gretchen Sackmeier, 1981
Das Austauschkind, 1982
Dicke Didi, fetter Felix, 1982
Liebe Susi! Lieber Paul! 1984
Gretchen, mein Mädchen, 1988
Der Zwerg im Kopf, 1989
Anna und die Wut, 1990
Guter Drache, Böser Drache, 2012
Geschichten vom Franz-Reihe von 1984 - 2011
Mini - Serie von 1992 - 2007
Dani Dachs - Serie von 2001 - 2003

Sie wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt wie zum Beispiel dem Astrid Lindgeren Gedächtnis Preis, mehrere Male mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien, dem österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis uvm.

Kennzeichnend für Christine Nöstlinger war und ist, dass sie in ihren Büchern nicht moralisieren oder belehrend wollte sondern einfach zum kritischen Denken und "authentisch sein" anregt/e.
Speziell die Kindern und Jugendlichen hat ihr authentischer und natürlicher Zugang und die liebenswerten Buchcharaktäre sehr geprägt wo "Andersein" möglich ist und aufgezeigt wird, wie mit Schwächen und Ausgrenzung umgegangen werden kann.

Kurz vor ihrem Tod (+ 28.6.2018) hat sie beschlossen nicht mehr für Kinder und Jugendliche zu schreiben, da sie deren Welt der Medien und digitalen Reize nicht mehr verstanden hat.

Ihre Bücher und Ansichten werden hoffentlich auch für die kommenden Generationen lesens- und liebenswert sein :-).

Nähere Infos zu Christine Nöstlinger findet ihr unter:
de.wikipedia.org/wiki/Christine_N%C3%B6stlinger

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