Social Media Nutzung Jugendlicher 2022

“Safer Internet” hat auch heuer über eine repräsentative Online-Umfrage des Institus für Jugendkulturforschung  die Social Media Nutzungsvorlieben Jugendlicher erhoben.

Befragt wurden dazu im Dezember 2021 vierhundert Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren.

Zu den beliebtesten Diensten zählten:

  • WhatsApp mit 96 %
  • Youtube mit 95%
  • Instagram mit 81 %

An Beliebtheit zugenommen hat die Video-App TikTok mit einer Zunahme von 13 Prozentpunkten.

 

Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen

Zum Teil gab es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. TikTok zum Beispiel wird von 78% der befragten Mädchen und “nur” von 62% der Jungs genutzt. Bei Pinterest ist der Unterschied noch größer mit 66% der befragten Mädchen und lediglich 19 Prozent der Jungen.

Im Gaming-Bereich haben die Jungs die Nase voran wie bspw. bei Discord (Mädchen 30%/Jungs 61%) sowie Twitch (Mädchen 11%/Jungs 61%). Roblox widerum wird häufiger von den Mädels genutzt (Mädchen 24%/Jungs 17%).

Im Gegensatz dazu werden die aus dem Gaming-Bereich stammenden Plattformen Twitch (Mädchen 11 Prozent / Jungs 49 Prozent) und Discord (Mädchen 30 Prozent / Jungs 61 Prozent) von wesentlich mehr männlichen Jugendlichen genutzt. Ausnahme dabei ist die Spieleplattform Roblox, die etwas häufiger von Mädchen genutzt wird (Mädchen 24 Prozent / Jungs 17 Prozent).

Mehr Infos dazu unter saferinternet.at

MonA-net.at - digital detox

Digital Detox … Auszeit!

Inzwischen ist es völlig normal den ganzen Tag online zu sehen. Laut Studien rufen wir im Schnitt 100 mal/Tag unser Handy auf Nachrichten und Infos ab … das ist nicht wenig zumal alle 10 Minuten Aktivitäten dafür unterbrochen werden.

Daher gibt es wieder Challenges die dagegen steuern und wo die Handy-BesitzerInnen bewusst für einige Stunden und sogar Tage das Handy in die Schublade verbannen.

Zu den Vorteilen von Digital Detox zählen:
  • mehr freie Zeit
  • weniger Stress verursacht durch immer neue Nachrichten und Posts
  • Reduktion von psychischen Erkrankungen wie Angsstörungen
  • achtsamer Umgang mit sich selbst sowie der Umwelt und den Mitmenschen da man/frau ohne Ablenkung isst, Zähne putzt, Öffis benützt, spazieren geht, Gespräche führt,…
  • Förderung der eigenen Kreativität verursacht durch mehr Zeit für spontane Einfälle
  • Abnahme von Schlafstörungen da unser Gehirn nicht andauernd geflutet wird mit Bildern und Infos
  • bessere Konzentration

Die ersten Stunden sind sicherlich die härtesten aber nach einigen Tagen fühlt man/frau sich laut Erfahrungsbereichten wunderbar und genießt die neue Zeitressource :).

MonA-net.at - Selfie krank

Forscherinnen warnen vor neuen „Selfie-Krankheiten

Die ständige Suche nach dem idealen Selfie und Filter, die den Körper noch perfekter machen, beunruhigen Forscherinnen. Vor allem junge Menschen, die diesen Körperbildern im realen Leben nacheifern, entwickeln neue Krankheiten – wie die „Snapchat Dysmorphie“.

Patientinnen würden immer öfter zur plastischen Chirurgie greifen, um so auszusehen wie Snapchat- oder Instagram-Bilder.

Mit Hilfe von Filtern und Fotobearbeitungsprogrammen lassen sich diese Aufnahmen sehr einfach perfektionieren: Die Haut scheint glatter, die Augen größer und die Lippen voller.

„Bei der ‚Snapchat Dysmorphie‘ wollen die Menschen so aussehen, wie die gefilterten Versionen ihrer selbst“, warnt die Dermatologin Neelam Vashi von der Boston University School of Medicine.

Psychotherapie statt Chirurgie zu empfehlen

Dabei handelt es sich um die Zuspitzung eines schon bekannten Krankheitsbildes, der Dysmorphophobie, bei der die Körperwahrnehmung gestört ist.

Obwohl alles in Ordnung ist, leiden Patientinnen unter bestimmten Aspekten ihrer Körperlichkeit.

Rund zwei Prozent der Gesamtbevölkerung seien davon betroffen, wie das Forscherinnenteam in einer soeben erschienenen Studie schreibt.

Viele der Betroffenen suchen Hilfe bei plastischen Chirurginnen. Mehr als die Hälfte der Chirurginnen habe bereits Patientinnen gehabt, die das Aussehen ihrer Selfies verbessern wollen, heißt es in der Studie.

Dies könne aber nicht die Lösung des Problems sein, schreiben Vashi und Kolleginnen. Sie empfehlen stattdessen Psychotherapie, etwa verhaltenstherapeutische Maßnahmen.

„Gefilterte Selfies können dazu führen, dass Menschen den Bezug zur Realität verlieren und Erwartungen wecken, dass wir immer perfekt aufgebrezelt aussehen müssen“, sagt Vashi.

„Vor allem für Teenager kann das sehr schädlich sein.“

Ein großer Tipp von uns “Be yourself, be lucky!”

MonA-net.at - Ungleichheit

Die Macht der Bilder

Halbnackte Frauen auf teuren Autos, Brüste, die für Hautcremes werben, ein weiblicher Po in einer Jean, sinnlicher Frauenmund mit dick aufgetragenem Lippenstift.

Bilder die uns tagtäglich begleiten und unbewusst Einfluss auf unser Denken nehmen.

Werbung dieser Art fällt unter „sexistische Werbung“ in welcher genau betrachtet Frauen aufgrund ihres Geschlechts abgewertet und diskriminiert werden.

In der Werbung werden nicht nur Artikel beworben sondern Bilder, Werte und Vorstellungen von der jeweiligen Kultur und Gesellschaft vermittelt.

Die Frage, die sich hier stellt ist ob sich Mädchen und Frauen überhaupt wohl damit fühlen ihren Körper zum Bewerben von Produkten zur Verfügung zu stellen.

Im Gegensatz zu Männern werden Frauen zumeist aufgrund ihrer sexuellen Reize und Rundungen abgebildet. Männer werden mit Eigenschaften wie Kraft, Ausdauer und Sportlichkeit besetzt.

Eine Sensibilisierung findet in Form von Kampagnen statt um Erwachsene aber auch vor allem Kinder und Jugendliche davor zu bewahren ständigen Werbungen mit Frauen als Lust- und Sexualobjekt ausgesetzt zu sein.

Die immer stärker werdende Sexualisierung von Mädchen und Frauenkörpern wirkt sich nachhaltig auf das Selbstbewusstsein und Körperbild von Mädchen aus.

Daher werden in Ländern wie zum Beispiel Österreich, Deutschland und Frankreich Initiativen dagegen gestartet in Form von Petitionen, Demontrationen und der Einrichtung von Stellen, die sich damit beschäftigen und dagegen aussprechen.

Sollte euch sexistische Werbung ins Auge stechen könnt ihr diese jederzeit an die „Watchgroup – gegen sexistische Werbung“ melden.

Je mehr Stimmen sich dagegen aussprechen umso größer werden die Erfolge sein und damit verbunden auch mehr Respekt und Achtung uns Mädchen und Frauen erbracht.

Quellen und Links:

diestandard.at/Sexismus-in-der-Werbung

watchgroup-sexismus.at

werbewatchgroup-wien